Blaue und weiße Weltkarte, die UX und SEO für Sprachumschalter repräsentiert.

Best Practices für UX und SEO bei Sprachumschaltern

Blaue und weiße Weltkarte, die UX und SEO für Sprachumschalter repräsentiert.

Ein Sprachumschalter ist ein kleines Bedienelement mit enormer Wirkung auf Benutzerfreundlichkeit und Suchmaschinenoptimierung. Funktioniert er nicht richtig, finden Besucher entweder ihre Sprache nicht oder landen durch automatische Weiterleitungen auf einer falschen Version. Suchmaschinen können die Sprachversionen einer Seite dann möglicherweise nicht erkennen oder korrekt zuordnen. Funktioniert er hingegen einwandfrei, wird er zu einer unauffälligen Funktion, über die die meisten Besucher gar nicht mehr nachdenken.

Platzierung und Sichtbarkeit

Die Sprachauswahl muss leicht zu finden sein, ohne mit der Hauptnavigation und Handlungsaufforderungen zu konkurrieren. Gängige und bewährte Platzierungen sind die Kopfzeile (meist oben rechts) oder die Fußzeile für seltener geänderte Einstellungen. Die alleinige Verwendung von Flaggen zur Darstellung von Sprachen ist zwar üblich, aber fehlerhaft, da Flaggen Länder und nicht Sprachen repräsentieren. Viele Sprachen werden in mehreren Ländern gesprochen oder weisen, wie Spanisch und Französisch, regionale Varianten auf, die besser durch den Sprachnamen als durch eine einzelne Flagge dargestellt werden.

Automatische Weiterleitung: Hilfreich oder schädlich?

Die automatische Weiterleitung von Besuchern basierend auf der erkannten Browsersprache oder dem Standort mag zwar hilfreich erscheinen, birgt aber zwei häufige Probleme: Besucher können in einer Weiterleitungsschleife oder auf einer unerwünschten Sprachversion gefangen sein, ohne dass es einen einfachen Weg zurück gibt. Außerdem kann die Weiterleitung Suchmaschinen-Crawlern den Zugriff auf alle Sprachversionen verwehren, wenn die Weiterleitung auch für deren Traffic erfolgt. Sicherer ist es, anstelle einer erzwungenen Weiterleitung einen einmaligen, beiläufigen Vorschlag zu machen: „Sie befinden sich anscheinend in Frankreich. Möchten Sie diese Seite auf Französisch ansehen?“. In Kombination mit hreflang-Tags, die es Suchmaschinen ermöglichen, jede Version unabhängig von der Weiterleitung menschlicher Besucher zu ermitteln, ist dies die sicherere Lösung.

SEO-Anforderungen für einen Sprachumschalter

  • Echte, durchsuchbare Links: Sprachumschalter-Links sollten echte Anker-Tags mit href-Attributen sein und keine reinen JavaScript-Interaktionen, die Suchmaschinen möglicherweise nicht erkennen.
  • Seitenebene, nicht nur die Startseite: Der Umschalter sollte auf die übersetzte Version der aktuellen Seite verlinken und nicht immer auf die Startseite der Zielsprache weiterleiten.
  • Passender hreflang-Wert: Die Links des Switchers sollten mit den in den hreflang-Tags der Seite deklarierten URLs übereinstimmen, um beide Systeme synchron zu halten.
  • Keine Crawler-Weiterleitungen: Die automatische Sprachumleitung sollte nicht für bekannte Suchmaschinen-Crawler gelten, damit jede Sprachversion unabhängig crawlbar bleibt.

Wie GPTranslate den Sprachumschalter handhabt

GPTranslate generiert einen Sprachumschalter mit echten, durchsuchbaren Links zur entsprechenden übersetzten Seite, anstatt immer auf die Startseite der Zielsprache zu verweisen, und sorgt dafür, dass die Links des Umschalters mit den Links der Website konsistent sind. hreflang-Tag-Struktur Beide Systeme stimmen also darin überein, welche URLs welche Sprachversionen repräsentieren.

Häufig gestellte Fragen

Sollten Flaggen zur Darstellung von Sprachen in einem Sprachumschalter verwendet werden?

Sprachbezeichnungen in der jeweiligen Sprache sind im Allgemeinen besser geeignet als Flaggen allein, da Flaggen Länder repräsentieren und für Sprachen, die in mehreren Regionen gesprochen werden, mehrdeutig oder ausgrenzend sein können.

Lohnt sich die Implementierung einer automatischen Spracherkennung überhaupt?

Ein auf dem erkannten Standort oder der Browsersprache basierender, verwerfbarer Vorschlag kann Besuchern tatsächlich helfen, solange er niemals eine Weiterleitung erzwingt, die der Besucher nicht ohne Weiteres rückgängig machen kann, und niemals für Crawler-Traffic gilt.

Abschluss

Ein Sprachumschalter ist vom Konzept her einfach, muss aber hinsichtlich Benutzerfreundlichkeit und Suchmaschinenoptimierung (SEO) bestimmte Anforderungen erfüllen: gut sichtbare Platzierung, Verwendung von Sprachnamen anstelle von mehrdeutigen Kennzeichnungen, Seitenverlinkung mit passendem hreflang-Attribut und keine erzwungenen Weiterleitungen, die Besucher abschrecken oder Crawler blockieren. Ihn als kleines UI-Detail anstatt als strukturellen Bestandteil der mehrsprachigen SEO zu behandeln, ist ein häufiger Fehler, den es zu vermeiden gilt.

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